SPÖ Ried Stadt

Möglichkeiten, wie du die SPÖ unterstützen kannst

Mitmachen

Fragen und Antworten mit Vizebürgermeister Peter Stummer

Fragen und Antworten mit Vizebürgermeister Peter Stummer

Warum wurde die Einrichtung einer Schulstraße an diesem Standort beschlossen?

Die Initiative ging von der Schule und insbesondere von Direktor Andreas Hofinger aus. Er hat die Verkehrssituation vor dem Gymnasium täglich erlebt und früh erkannt, dass Handlungsbedarf besteht. Mit großem persönlichem Engagement hat er sich für Verbesserungen eingesetzt und dabei auch viel Überzeugungsarbeit bei Eltern sowie Schülerinnen und Schülern geleistet.

Für mich war von Anfang an klar: Wenn es um die Sicherheit unserer Kinder geht, müssen wir gemeinsam handeln. Unser Ziel war und ist es, den Schulweg sicherer zu machen und mögliche Gefahren frühzeitig zu entschärfen. Genau deshalb haben wir diesen Weg eingeschlagen.

Welche Herausforderungen gab es bisher im Bereich der Schule?

Vor allem zu Schulbeginn kam es regelmäßig zu hohem Verkehrsaufkommen. Autos, Radfahrer, Fußgänger und Schülerinnen und Schüler trafen auf engem Raum aufeinander. Dadurch entstanden unübersichtliche Situationen und potenzielle Gefahrenstellen.

Zum Glück ist bisher nichts Schwerwiegendes passiert. Aber wir dürfen nicht warten, bis etwas passiert. Unser Anspruch ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und präventiv Maßnahmen zu setzen.

Wie war der Prozess bis dahin?

Ausgehend von der Initiative der Schule haben wir die Situation gemeinsam analysiert und verschiedene Lösungsansätze geprüft. Dabei wurden zahlreiche Gespräche geführt und unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt.

Besonders bedanken möchte ich mich bei Direktor Andreas Hofinger für sein großes Engagement für Schülerinnen, Schüler und Eltern. Mein Dank gilt ebenso den Mitgliedern des Verkehrsausschusses sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtgemeinde für die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und das gemeinsame Ziel im Mittelpunkt steht: mehr Sicherheit für unsere Kinder.

Wie wird die Sicherheit nun verbessert?

Durch die Schulstraße wird der Fahrzeugverkehr direkt vor dem Schuleingang deutlich reduziert. Das schafft mehr Übersicht, mehr Ruhe und vor allem mehr Sicherheit. Schülerinnen und Schüler können ihren Schulweg sicherer zurücklegen, während gleichzeitig das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer für die besondere Situation im Schulumfeld gestärkt wird.

Wäre eine Schulstraße auch bei anderen Rieder Schulen denkbar?

Grundsätzlich schließen wir das nicht aus. Jede Schule hat jedoch unterschiedliche örtliche Gegebenheiten und verkehrliche Rahmenbedingungen. Deshalb muss jeder Standort individuell betrachtet werden.

Wir werden die Erfahrungen beim Gymnasium sorgfältig auswerten und daraus lernen. Wenn sich zeigt, dass ähnliche Maßnahmen auch an anderen Standorten einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten können und die Voraussetzungen gegeben sind, werden wir diese Möglichkeiten gemeinsam mit den Schulen, Eltern und Fachleuten prüfen.

Mir ist wichtig, dass wir nicht starren Konzepten folgen, sondern praktikable Lösungen umsetzen. Unser Ziel ist es, sichere Schulwege für alle Rieder Kinder zu schaffen.

Welche Gefahren wurden konkret entschärft?

Reduziert werden insbesondere unübersichtliche Bring- und Abholsituationen, Wendemanöver im unmittelbaren Schulbereich, Sichtbehinderungen durch haltende Fahrzeuge sowie das Queren der Fahrbahn zwischen parkenden oder fahrenden Autos. Dadurch wird das Unfallrisiko deutlich verringert.

Die Schulstraße ist nun seit gut zwei Wochen in Betrieb. Welche Erkenntnisse gibt es bisher? Was läuft gut, wo besteht noch Verbesserungsbedarf?

Die ersten Rückmeldungen sind überwiegend positiv. Viele Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte empfinden die Situation als ruhiger, sicherer und übersichtlicher.

Gleichzeitig ist uns bewusst, dass jede Veränderung eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigt. Deshalb beobachten wir die Entwicklung laufend, hören genau zu und nehmen auch kritische Rückmeldungen ernst. Unser Ziel ist nicht, eine Maßnahme um jeden Preis zu verteidigen, sondern die bestmögliche Lösung für die Sicherheit unserer Kinder zu erreichen.

Welche Botschaft möchten Sie den Eltern und Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern mitgeben?

Zunächst möchte ich mich bei allen bedanken, die diese Maßnahme unterstützen und mittragen. Mir ist bewusst, dass Veränderungen manchmal ungewohnt sind und nicht jeder Schritt sofort Zustimmung findet. Doch bei dieser Entscheidung steht etwas im Mittelpunkt, das uns alle verbindet: die Sicherheit unserer Kinder.

Gleichzeitig nehme ich die Anliegen und Anregungen der Kritiker ernst. Niemand behauptet, dass eine neue Regelung vom ersten Tag an perfekt ist. Deshalb werden wir Erfahrungen sammeln, Rückmeldungen auswerten und dort nachjustieren, wo es sinnvoll und notwendig ist.

Am Ende geht es nicht um Politik und nicht um einzelne Interessen. Es geht darum, dass unsere Kinder morgens sicher zur Schule kommen und nach dem Unterricht wieder sicher nach Hause gehen. Wenn wir durch diese Maßnahme auch nur einen einzigen Unfall verhindern können, dann hat sich der gesamte Einsatz bereits gelohnt. Genau dafür haben wir die Schulstraße geschaffen und genau dafür werden wir auch in Zukunft Verantwortung übernehmen.

Social Media Kanäle

Besuche unsere Social Media Kanäle!